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212-20104 Wilhelm Hauff, Lion Feuchtwanger, Veit Harlan - Jüdische Litteratur in Deutschland

Beginn Do., 20.01.2022, 19:00 - 21:15 Uhr
Kursgebühr 12,00 €
Dauer 1 x
Kursleitung Dr. Rüdiger Krüger
Weitere Unterstützung und Hilfe zu Online-Angeboten finden Sie in unseren FAQ.

Der absolutistisch regierende Karl Alexander von Württemberg herrschte nur vier Jahre (1733-37) als zum Katholizismus Konvertierter über eine fast vollständig protestantische Bevölkerung und setzte als wichtigsten Berater und Finanzrat den Juden Joseph Ben Issachar Süßkind Oppenheimer - kurz Joseph Süß Oppenheimer oder diffamierend Jud Süß genannt - ein. Unmittelbar nach dem überraschenden Tod des Herzogs wurde Joseph Süßkind Oppenheimer unter Hausarrest gestellt, zuletzt auf dem Hohenasperg eingekerkert und in einem Geheimprozess - mit Anschuldigung von Hochverrat über Majestätsbeleidung und Plünderung der Staatskassen bis hin zur Verächtlichmachung der christlichen Religion und sexuellen Ausschweifungen mit Christinnen - schlussendlich zum Tod verurteilt. Der Prozess und seine Umstände im 18. Jahrhundert, die Novelle von Wilhelm Hauff 1837 sowie das Theaterstück und der Roman des Münchner Juden Lion Feuchtwangers in der Weimarer Republik sowie der Nazi-Propagandafilm von Veit Harlan als berühmteste Bearbeitungen des "Jud-Süß-"Stoffes lassen tief in den christlich-jüdischen Konflikt und die Ausprägung des latent vorhandenen Antisemitismus in Deutschland schauen.

Anmeldung bis Mi, 12.01.21.

Die Veranstaltungsreihe findet online über das System "vhs.cloud" statt. Sie erhalten rechtzeitig vor Beginn die Zugangsdaten. Zusätzlich zur Videoübertragung an den benannten Tagen stellen wir Ihnen dort weitere spannende Unterlagen zur Verfügung.

In Kooperation mit der vhs Puchheim.




Hinrichtung des Jud Süß 1738 (Hinrichtung des Jud Süß 1738)


Termine

Datum
20.01.2022
Uhrzeit
19:00 - 21:15 Uhr
Ort
PC, Tablet oder Handy, Online-Seminar